barrierefreie Version
StartseiteZieleForderungenFilmFaktenTermineMitglied werden!ShopBücherPresse

Fakten:

Hebammenbetreuung

Mutter-Kind-Pass

Babyfreundlich

Mütterfreundlich

Hausgeburt

Dienstleister

Patientenrechte

Geburtspraktiken

Geburtshäuser

Dammschnitt

Kaiserschnitt

Kreuzstich (PDA)

Nabelschnur

Künstliche Einleitung

Ultraschall

CTG (Wehenschreiber)

Rhesus negativ

Müttersterblichkeit

Stillen

Bindung und Prägung

Präeklampsie

Ungarn

Qualität

Geburtenregister

Geburtenregister:

Klinische Geburtshilfe

Außerklinische Geburtshilfe

Schwerwiegende Ereignisse

Allgemein:

Startseite

Spenden Sie!

Sitemap

Links und Sponsoren

Über uns

Kontakt und Impressum

AuOSS - Ein System zur Erhebung von seltenen schwerwiegenden Ereignissen in der Geburtshilfe in Österreich

Hintergrund

Seltene schwerwiegende Ereignisse in der Geburtshilfe sind auf Grund Ihrer Seltenheit immer noch wenig untersucht. Da es sich aber dabei oft um beinahe mütterliche Todesfälle handelt, ist die Befassung mit diesen Ereignissen ein gesundheitspolitisch äußerst relevantes Thema. Studien in diesem Bereich haben nach Erfahrungen in anderen Ländern einen Beitrag zur Verbesserung der Geburtshilfe geführt. Durch ein vor kurzem eingerichtetes internationales Netzwerk (INOSS) ergibt sich die Möglichkeit, seltene schwerwiegende Ereignisse nicht nur in Österreich zu untersuchen, sondern die Daten auch in ein internationales Pooling-Projekt einzubringen und damit durch die höheren Fallzahlen zu einem weiteren Wissensgewinn beizutragen.

Ziel des Projekts und Forschungsfrage

Ziel ist es, ausgewählte seltene schwerwiegende Ereignissen in der Geburtshilfe (im Detail: peripartale Hysterektomie, Plazenta accreta/ increta/ percreta, Uterusruptur, Eklampsie, Fruchtwasserembolie, Lungenembolie, peripartale mütterliche Mortalität und mütterliche Mortalität während der Schwangerschaft) in Österreich vollzählig und vollständig zu dokumentieren, wissenschaftlich fundiert zu analysieren und die Ergebnisse zu publizieren.

Methode

Alle seltenen schwerwiegenden Ereignisse in der Geburtshilfe der obigen Liste werden von Juli 2011 bis Juni 2014 in allen österreichischen Krankenhäusern über ein monatliches Meldesystem erhoben. Eine/Ein wissenschaftliche MitarbeiterIn besucht alle Krankenhäuser zumindest jährlich und dokumentiert die Detaildaten nach einem international validierten Fragebogen. Die Daten werden in eine anonymisierte Datenbank in der Studienzentrale eingegeben. Im Rahmen der Analysen werden die Fälle detailliert charakterisiert (Eigenschaften der Gebärenden, Geburtsparameter, Therapiemuster), die Raten schwerwiegender Ereignisse für Österreich berechnet, mit internationalen Daten verglichen und mögliche Risikofaktoren für schwerwiegende Ereignisse in multivariaten Modellen unter Berücksichtigung von Confoundern ermittelt.

Erwartete Ergebnisse

Es werden für die ausgewählten seltenen Ereignisse in der Geburtshilfe die Inzidenzraten in Österreich berechnet, die Inzidenzraten mit internationalen Raten verglichen, einzelne ausgewählte Ereignisse im Detail auf perinatal relevante Parameter beurteilt und die Ergebnisse allen Geburtshelfern zur Verfügung gestellt, Behandlungsmuster beschrieben, Vergleiche mit nationalen und internationalen Guidelines durchgeführt und gegebenenfalls notwendige Änderungen festgestellt, mögliche Risikofaktoren berechnet und sowohl in einer nationalen als auch in einer internationalen gepoolten Analyse Risikofaktoren ermittelt.
Aus den ermittelten Ergebnissen können nach Projektdurchführung in weiterer Folge Handlungsempfehlungen abgeleitet und Guidelines überarbeitet/ergänzt werden. Damit kann langfristig zu einer verstärkten Bewusstseinsbildung für seltene schwerwiegende Ereignisse in der Geburtshilfe in Österreich und so zu einer besseren Betreuung der Mütter in der Geburtshilfe beigetragen werden.

Wissenschaftlicher Beirat

Für die medizinische Planung und Überwachung des Projektswird ein wissenschaftlicher Beirat eingerichtet. Dem wissenschaftlichenBeirat obliegt die Präzisierung von Definitionen, die Beurteilung derMeldepflicht bei Unklarheit von Definitionen, die regelmäßige Berichterstattungan die Teilnehmer (dabei ist auf einen Kompromiss zwischen Informationsbedürfnisder Projektpartner und kleinen Fallzahlen zu achten) sowie die Einbettung ininternationale Netzwerke, insbesondere INOSS.
Folgende Personen haben Ihre Teilnahme zugesagt: