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Die Folgen traumatischer Kindheitserfahrungen für die weitere Gehirnentwicklung
Gerald Hüther, Vortragsmitschnitt
Deutschland 2012, 54 min
Sprache: Deutsch
» http://www.auditorium-netzwerk.de

Psycho-Traumatisierung zählt zu dem Schlimmsten, was einem Kind zustoßen kann. Wie werden diese Erfahrungen im Hirn verarbeitet? Welche Veränderungen rufen sie in der kindlichen Entwicklung hervor? Und wie können die Erkenntnisse der Neurobiologie für die Traumatherapie genutzt werden?

Anschaulich zeigt der Neurobiologe Prof. Hüther auf, was die Entwicklung des kindlichen Gehirns grundlegend beeinflusst: Es sind die Bindungserfahrungen und sozialen Beziehungsmuster. Entsprechend fatal wirkt sich der Missbrauch durch engste Bezugspersonen auf das kindliche Gehirn aus. Es kann die traumatische Situation nicht verarbeiten und greift auf ein archaisches Notfallprogramm zurück.
Diese Notlösungen führen zu neuronalen Netzwerken, die, einmal strukturell verankert, nur schwer wieder aufzulösen sind. Wie es trotzdem gelingen kann, traumatisierten Menschen zu helfen, beschreibt Hüther mit großem Einfühlungsvermögen. Seine Ausführungen sind für Traumatherapeuten ebenso hilfreich wie für die Angehörigen traumatisierter Personen.

Prof. Dr. Gerald Hüther: geb. 1951, zählt zu den prominentesten Neurobiologen Deutschlands. Er leitet an der psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen die Zentralstelle für neurobiologische Präventionsforschung