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Gibt es unerreichbare Jugendliche – oder sind unsere Arme zu kurz?
Aufzeichnung vom familylab-Symposium. Mit Jesper Juul, Dr. Bernhard Bueb, Rupert Voß, Moderation Cordula Stratmann
Deutschland 2009, 10 Stunden 20 Min auf 2 DVDs
2 DVDs
Sprachen: Deutsch
» http://www.rgverlag.com

Wir müssen aufhören, uns vor Jugendlichen zu fürchten.

»Die Gesellschaft muss aufhören, sich vor der Jugend zu fürchten. Eltern sind vor allem in der Rolle des Sparring-Partners gefragt, der maximalen Widerstand bietet und minimalen Schaden anrichtet. Es gab immer sechs bis acht Prozent der Kinder, die sehr verwundbar waren, die ab der Pubertät immer in einer Risikozone rund um Alkohol oder Drogen, Sex oder Power-Shopping waren. Eltern sagen heute zu ihren Kindern: „Wir haben euch erzogen, euch Bildung angeboten, ihr habt mitgemacht. Wir sind aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Jetzt gibt's Konsequenzen, jetzt gibt's Strafen.“ Das ist moralisch unmöglich. Keine andere Bevölkerungsgruppe würde das mitmachen.

Es gibt immer mehr Doku-Soaps über die „Reparatur“ von jugendlichen Lebensläufen. Was die Medien nicht vermitteln – oder vermitteln können – ist, dass diese Programme nie erfolgreich sind. Zwei Jahre später sind 90 Prozent der Jugendlichen wieder dort, wo sie am Anfang waren.

Wir haben in den letzten 20 Jahren mehr oder weniger willig neue Erkenntnisse über Kleinkinder integriert. Unser Bild von Erwachsenen hat sich in den letzten 40 Jahren total verändert. Aber bei zwei Gruppen hat sich nichts geändert: bei Jugendlichen und bei Alten.

Wir müssen mit Erziehung aufhören. Und zwar mit dem Anfang der Pubertät. Kleinkinder brauchen dringend eine Erziehung, die aus Dialog, Erfahrung und Besserwissen besteht. Erwachsene entscheiden und sagen, was das Beste für das Kind ist. Ab der Pubertät sollten die Kinder sich fragen: Wer bin ich eigentlich? Jetzt hab’ ich Jahre lang gedacht, meine Eltern seien die Besten der Welt. Jetzt muss ich ausprobieren, was richtig für mich ist
(Interview mit Jesper Juul von Doris Kraus für DIE PRESSE)