Sie sind hier: Geburtshäuser
Zurück zu: Fakten
Allgemein: Spenden Sie! Sitemap Links und Sponsoren Über uns Kontakt und Impressum

Suchen nach:

Geburtshäuser

WIEN

NIEDERÖSTERREICH

OBERÖSTERREICH

TIROL

SALZBURG

STEIERMARK

KÄRNTEN

Definition

Geburtshaus - Entbindungsheim - Hebammenpraxis
(im folgenden verwenden wir nur den Begriff GEBURTSHAUS und meinen damit auch die Entbindungsheime und Hebammenpraxen, wo Geburten stattfinden)


Bei der Entscheidung für ein Geburtshaus stehen für die werdenden Eltern vor allem die Selbstbestimmtheit im Geburtsprozess, die vertrauensvolle Atmosphäre und das Einlassen der begleitenden Hebamme auf die Individualität der neu entstehenden Familie im Vordergrund. Hebammen begleiten normale Geburten selbständig, ein Arzt ist nicht anwesend. Auf Wunsch der Mutter und des Vaters und in Absprache mit der betreuenden Hebamme kann ein Arzt hinzugezogen werden. Geburtshäuser sind eine alternative Möglichkeit zur Geburtsklinik oder Hausgeburt.

Die Bedürfnisse des Babys nach liebevoller Zuwendung, Bindungsaufbau, Nähe und Hautkontakt mit der Mutter, Stillen und Muttermilch, Ruhe und Schutz und die Bedürfnisse der Mutter nach Ungestörtheit, Fürsorge, Gespräch und Achtsamkeit können erfüllt werden und somit ist die Zufriedenheit der Eltern und Babys groß.

Die Anzahl der Frauen, die gleichzeitig betreut werden kann, variiert sehr stark und ist abhängig von den räumlichen und personellen Gegebenheiten des jeweiligen Geburtshauses. Meist gibt es ein Geburtszimmer und mehrere Wochenbettzimmer. Es gibt manchmal mehrere Hebammen, die ins Geburtshaus mit „ihren“ schwangeren Frauen kommen und die Räumlichkeiten nutzen.

Das begehrte Prinzip der Eins-zu-Eins (1:1) Hebammenbetreuung (eine Hebamme kümmert sich die gesamte Zeit der Geburt nur um eine Frau) wird in den österreichischen Geburtshäusern verwirklicht.

Die betreuende Hebamme entscheidet, ob eine schwangere Frau für eine Geburt im Geburtshaus geeignet ist. Gesunde Frauen mit einer unauffälligen Schwangerschaft und einem gesunden Baby (Niedrig-Risiko-Geburten) können ein Geburtshaus (oder eine Hausgeburt) wählen.

Frauen mit Grunderkrankungen, Zwillingsgeburten, Steißlagen (Beckenendlage) wird möglicherweise empfohlen werden, eine freipraktizierende Hebamme mit in eine Geburtsklinik zu nehmen, um dort ihr Baby auf die Welt zu bringen. Das kann schon in der Schwangerschaft besprochen und alle Vorbereitungen getroffen werden. Nach einer ambulanten Geburt im Spital können die ersten Tage des Wochenbetts dann sehr wohl im Geburtshaus verbracht werden (oder natürlich zuhause).

Die Kosten sind direkt in den einzelnen Geburtshäusern zu erfragen. Es variiert je nach Betreuungsumfang. Wenn die Hebamme einen Kassenvertrag hat, werden die gesamten Kosten für die Geburt von der Krankenkasse übernommen. Bei Hebammen ohne Kassenvertrag werden die Kosten für die Geburt, die Schwangerschaftsbetreuung, die Rufbereitschaft und Wochenbettversorgung teilweise durch die Krankenkasse rückvergütet. Der Rest ist privat zu bezahlen. Wenn Sie privat versichert sind, überprüfen Sie bitte, welche Kosten Ihre private Krankenversicherung abdeckt.

Manchmal ist es möglich, dass die Mütter und Väter mit ihrem Baby einige Tage im Geburtshaus (stationär) bleiben, um das liebevolle Umsorgtwerden der Hebamme zu genießen. Besucher sind möglich und gern gesehen.